Bestattung.com http://www.bestattung.com Bestattung, Trauer, Vorsorge Fri, 01 Feb 2013 13:05:13 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.5.1 Was ist Plastination? http://www.bestattung.com/2013/was-ist-plastination-189.html http://www.bestattung.com/2013/was-ist-plastination-189.html#comments Wed, 30 Jan 2013 18:55:06 +0000 redaktion http://www.bestattung.com/?p=189 Spätestens seit den berühmten “Körperwelten”-Ausstellungen dürfte der Begriff Plastination vielen geläufig sein. Er benennt ein Konservierungsverfahren, das bei der Herstellung anatomischer Präparate Anwendung findet. Doch was genau steckt wirklich dahinter? Wie funktioniert Plastination?

Plastination © imipolex - Fotolia.comEine Methode, menschliches, tierisches oder pflanzliches Gewebe durch Einbettung in Kunststoff haltbar zu machen, war bereits aus der Histologie bekannt. Dieses Teilgebiet der Anantomie und Pathologie befasst sich mit der Untersuchung von Gewebeproben. Dazu müssen die entsprechenden Stücke einer umfassenden Bearbeitung unterzogen werden, die unter anderem das Eingießen der Präparate in Paraffin bzw. den Austausch von Gewebsflüssigkeit durch Kunststoff beinhaltet.

Der deutsche Anatom Gunther Gerhard von Hagens stellte sich die Aufgabe, diese Prozesse und deren Ergebnisse zu optimieren. Nach experimentellen Versuchen entwickelte er daraus 1977 die Plastination. Von Hagens ließ sich das Verfahren patentieren und verbesserte es kontinuierlich weiter. Heute können auf diese Weise auch große organische Präparate von Körperteilen oder ganzen Körpern angefertigt werden.

Die Technik der Plastination läuft wie folgt ab:

Fixierung: Um den natürlichen Verwesungsprozess eines toten Organismus zu stoppen, Bakterien abzutöten und den Zerfall des Gewebes zu verhindern, wird Formalin in den Körper gepumpt.

Präparation: Die einzelnen anatomischen Strukturen werden durch Entfernung der Haut sowie des Fett- und Bindegewebes freigelegt bzw. herausgearbeitet.

Entwässerung: Dem Präparat wird sämtliches Gewebswasser entzogen. Zu diesem Zweck wird es komplett in -25 Grad kaltes Aceton gelegt.

Entfettung: Dem Präparat wird eventuell vorhandenes Körperfett entzogen. Dazu wird das Acetonbad auf Raumtemperatur erwärmt.

Forcierte Imprägnierung: Das nun im Präparat enthaltene Aceton wird gegen Kunststoff ausgetauscht. Um diesen Vorgang, die eigentliche Plastination, zu vollziehen, wird das Präparat in flüssigen Kunststoff eingebracht und unter Vakuum gesetzt. Dadurch beginnt das Aceton zu sieden und tritt in Form von Gasblasen aus, die abgesaugt werden. Der dadurch entstehende Unterdruck saugt die Kunststofflösung in das Gewebe hinein. Nach Abschluss des Austausches ist das Präparat bis in die letzte Zelle mit Kunststoff durchtränkt.

Positionierung: Das noch flexible Präparat wird in die gewünschte Stellung gebracht und mit mechanischen Hilfsmitteln wie Draht, Klammern oder Schaumstoffblöcken stabilisiert. Im Interesse eines natürlich wirkenden Ergebnisses erfordert dieser Schritt neben Sachkenntnis viel Gestaltungsgeschick und ästhetischen Sinn.

Härtung: Entsprechend seiner Art wird der verwendete Kunststoff mittels Gas, Wärme oder UV-Bestrahlung gehärtet.

Schneiden und Schleifen: Dieser letzte Schritt ist ausschließlich den so genannten Scheibenplastinaten vorbehalten. Sie werden nach der Härtung in dünne Scheiben geschnitten und gegebenenfalls nachgeschliffen, um gezielte anatomische Einblicke zu gewähren oder Strukturen besonders deutlich hervorzuheben.

Die durch von Hagens angewandte Präsentation seines innovativen Verfahrens wird nicht nur in Fachkreisen heftig diskutiert. Doch neben Zündstoff für viele hitzige Debatten bietet sie vor allem einen faszinierenden und wortwörtlich plastischen Einblick in die Wunderwelt menschlicher und tierischer Körper.

Die Plastination stellt keine Bestattung im Sinne des § 32 Abs. 1 BestattG dar. Das Verfahren ist also nicht der Bestattung zu zu rechnen, vielmehr wird der plasitnierte Körper in der Medizin und für Austellungen als Anschauungsobjekt genutzt. Eine Beisetzung zum Beispiel auf einem Friedhof entfällt folglich.

Interessante Quellen:

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Juedische Bestattungsrituale http://www.bestattung.com/2013/bestattungsrituale-des-judentums-232.html http://www.bestattung.com/2013/bestattungsrituale-des-judentums-232.html#comments Wed, 30 Jan 2013 18:54:35 +0000 redaktion http://www.bestattung.com/?p=232
jüdische Grabsteine auf dem Friedhof in Prag
jüdischer Friedhof in Prag, Foto: Philipp Kaufer / pixelio.de

Verstorbene erfahren eine rituelle Waschung und werden zum nächstmöglichen Zeitpunkt beigesetzt. Traditionell wird hier die Erdbestattung mit einem einfachen Sarg bevorzugt. Eine Trauerfeier findet während der Beisetzung statt und wird von einem Rabbiner gehalten. Nur in seltenen Fällen findet diese Trauerfeier jedoch direkt am Grab statt. Nach der Verlesung eines traditionellen Gebets helfen die Trauergäste gemeinsam, das Grab mit Erde zu füllen.

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Islamische Bestattungsrituale http://www.bestattung.com/2013/islamische-bestattungsrituale-228.html http://www.bestattung.com/2013/islamische-bestattungsrituale-228.html#comments Wed, 30 Jan 2013 18:54:08 +0000 redaktion http://www.bestattung.com/?p=228
Islamischer Friedhof in Istanbul
Friedhof an der Sultan Süleman Moschee, Foto: H-J Spengemann / pixelio.de

Im islamischen Glauben erfolgt die Beisetzung eines Toten möglichst zeitnah nach dem Tod. Als Vorbereitung wird der Verstorbene von Angehörigen desselben Geschlechts gewaschen und in weiße Tücher gehüllt. Sollte eine zeitnahe Bestattung nicht stattfinden können, so gibt es eine Reihe bestimmter Vorschriften zur Lagerung des Leichnams. Der Islam erkennt nur die Form der Erdbestattung ohne Sarg an, wobei der Tote auf der rechten Seite liegend, mit dem Gesicht ausgerichtet nach Mekka beerdigt wird.

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Christliche Bestattungsrituale http://www.bestattung.com/2013/christliche-bestattungsrituale-223.html http://www.bestattung.com/2013/christliche-bestattungsrituale-223.html#comments Wed, 30 Jan 2013 18:44:08 +0000 redaktion http://www.bestattung.com/?p=223
Friedhof Pére Lachaise in Paris
Friedhof Pére-Lachaise, Foto: Siebert Christian / pixelio.de

Im christlichen Glauben herrschen unabhängig von katholischen oder evangelischen Glaubensgemeinschaft die Bestattungsformen der Erd- oder Feuerbestattung vor, wobei die Erdbestattung die tradierte Form ist. Darüber hinaus sind generell aber auch viele andere Formen der Bestattung möglich – immer unter der Voraussetzung, dass diese nicht im Konflikt mit den generellen religiösen Grundformen liegen.

Anonyme Bestattungen werden in der Dogmatik des christlichen Glaubens abgelehnt. Der Grund dafür ist, dass eine Anonymisierung eine Verdunkelung des Todes bedeutet, was in Widerspruch zum inhärenten Glauben an das ewige Leben in Gott steht.

In katholischen Gemeinden gibt es drei maßgebliche Bestattungsrituale: Die Einsegnung (unabhängig von der Bestattungsart), die Beisetzung und die Eucharistiefeier. In evangelischen Gemeinden wird vor der Aussegnung des Verstorbenen eine Trauerfeier vollzogen.

 

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Der juedische Friedhof in Berlin http://www.bestattung.com/2013/der-judische-friedhof-in-berlin-219.html http://www.bestattung.com/2013/der-judische-friedhof-in-berlin-219.html#comments Wed, 30 Jan 2013 17:21:19 +0000 redaktion http://www.bestattung.com/?p=219
Synagoge Oranienburger Straße Berlin
Neue Synagoge, Foto: Helga Ewert / pixelio.de

Es gibt in Berlin vier erhaltene jüdische Friedhöfe. Allerdings wird nur noch auf dem jüdischen Friedhof Weißensee und dem Waldfriedhof Heerstraße beigesetzt. Der Friedhof “Große Hamburger Straße” und “Schönhauser Allee” sind seit Ende 1945 geschlossen.

Im Jahre 1953 erfolgte die Spaltung der Jüdischen Gemeinde in eine Ost- und eine West-Gemeinde. Für die Westgemeinde wurde in der Nähe des Grunewalds der Waldfriedhof Heerstraße angelegt und im November 1955 eingeweiht. Im Jahre 1960 wurde hier ein Gedenkstein für die durch den Holocaust ermordeten Juden errichtet. Dieses Mahnmal besteht zu Teilen aus der zerstörten Synagoge in der Fasanenstraße. Die Inschrift lautet: “Denen, die unter der Herrschaft des Unmenschen ihr Leben lassen mussten zum ewigen Gedächtnis- 1933-1945. Im Jahre 1984 wurde am Mahnmal eine Urne mit Asche aus Auschwitz beigesetzt. Auch private Überlebende haben hier Gedenksteine für ihre ermordeten Angehörigen errichtet.

Gräber einiger bekannter Persönlichkeiten

Heinz Galinski, 1912-1992, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde von 1949 – 1992. Seinem energischen Wirken ist es zu verdanken, dass der Wiederaufbau der Jüdischen Gemeinde in Berlin möglich war. Leider wurde im Jahre 1998 sein Grab durch einen Sprengstoffanschlag geschändet. Der oder die Täter konnten nie ermittelt werden. Die Inschrift seines Grabsteins lautet: “Er widmete sein Leben in Treue dem Dienst der Gemeinschaft”.

Ernst Deutsch, 1890-1969, war einer der bedeutendsten deutschen Schauspieler, unvergessen ist u.a. die Darstellung der Titelrolle in “Nathan der Weise” von Lessing.

Hans Rosenthal, 1925-1987, bekannter und beliebter Showmaster im Fernsehen und RIAS Berlin. Er überlebte den Nationalsozialismus in einem Versteck.

 

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Sterbehilfe in Europa http://www.bestattung.com/2013/sterbehilfe-in-europa-214.html http://www.bestattung.com/2013/sterbehilfe-in-europa-214.html#comments Wed, 30 Jan 2013 16:23:11 +0000 redaktion http://www.bestattung.com/?p=214
Euthanasie
Sterbehilfe 005, Foto: Gerd Altmann/Anja Wichmann / pixelio.de

Sterbehilfe, auch Euthanasie genannt, ist eine Handlung, bei der mit Hilfe und Unterstützung der Übergang vom Leben zum Tod erreicht wird. Dies kann aktiv sowie passiv durchgeführt werden. Aktive Sterbehilfe führt durch bewusstes Handeln, z.B. das Verabreichen einer tödlich wirkenden Substanz, den Tod herbei . Die passive Vorgehensweise ist das Unterlassen von lebensverlängernden Maßnahmen wie z.B. die künstliche Beatmung. Zudem gibt es eine Zwischenform, die indirekte Sterbehilfe. Hierbei steht bei Schwerkranken die Leidenslinderung im Vordergrund, wodurch eine Lebensverkürzung in Kauf genommen wird. Darunter fällt z.B. eine vom Arzt verabreichte steigende Dosis an Morphin mit dem Bewusstsein, dass als Folge eine Lebensverkürzung eintreten kann.

Aktive Sterbehilfe in Europa

Sterbehilfe ist in Europa nicht einheitlich geregelt. Aktuell ist in den meisten europäischen Ländern die aktive Sterbehilfe verboten und strafbar. Lediglich die Länder Belgien, den Niederlanden und Luxemburg haben die aktive Sterbehilfe legalisiert. Staaten wie Griechenland und Großbritannien setzen aktive Sterbehilfe sogar mit Mord gleich.

Passive Sterbehilfe in Europa

Die passive Sterbehilfe wird in einem großen Teil Europas angewandt, auch wenn es rechtliche Unklarheiten gibt. In Deutschland, Frankreich, Irland, Österreich und Slowenien ist passive Sterbehilfe nur legal, wenn eine Willensäußerung des Patienten oder eine gültige Patientenverfügung vorliegt. Ausdrücklich verboten ist die passive Sterbehilfe in Polen.

Indirekte Sterbehilfe in Europa

Bei der indirekten Sterbehilfe verhält es sich ähnlich wie bei passiven Sterbehilfe. Sie wird in nahezu ganz Europa angewandt mit Ausnahme von Polen. Willensäußerungen der Patienten bzw. gültige Patientenverfügungen müssen in einigen Ländern jedoch vorhanden sein.

 

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Diamantbestattung http://www.bestattung.com/2013/diamantbestattung-84.html http://www.bestattung.com/2013/diamantbestattung-84.html#comments Wed, 30 Jan 2013 16:05:33 +0000 redaktion http://www.bestattung.com/?p=84 Diamond © Igor Kali - Fotolia.comEine Diamantbestattung ist keine eigene Bestattungsart im engeren Sinne, vielmehr werden bei diesem Verfahren Teile der Überreste einer klassischen Feuerbestattung weiterverarbeitet. Konkret wird die Einäscherung in einem gesonderten Verfahren durchgeführt, so dass die sonst bei mindestens 1200° Celsius restlos verbrannten Kohlenstoffanteile (amorphe Kohlenstoffteile) ebenfalls als Asche zurückbleiben. Der Großteil der Asche, etwa achtzig Prozent, wird normal beigesetzt, da dieser nicht zur Diamantherstellung geeignet ist.
Die Trennung der verwendbaren und der nicht verwendbaren Teile erfolgt in chemischen wie physikalischen Verfahren. Der für die Diamantgewinnung verwendete Kohlenstoff wird bei einer Temperatur zwischen 1800 und 2000 Kelvin (entspricht etwa 1500 bis 1700 Grad Celsius) und einem Druck von 50.000 bis 60.000 bar kristallisiert. Ein zugegebener Katalysator läßt die Umwandlung in das ersehnte Erinnerungsstück in wenigen Wochen geschehen.
Da dieser Aschediamant wie andere Kristalle wächst hängt die Größe des Steins vor allem von der Wachstumszeit ab, nicht von der Menge an verwendeter Asche. Üblicherweise erreichen die Steine eine Größe von bis zu einem Karat. Dies entspricht in etwa einem Streichholzkopf. Die Färbung reicht, je nach genauer Zusammensetzung der verwendeten Asche, von weiß bis bläulich.
Die gewachsenen Rohdiamanten können, wie echte Diamanten auch, verschieden geschliffen werden. Mikroskopisch kleine Gravuren sind ebenfalls möglich. Diese per Laser durchgeführte Beschriftung kann jedoch den Glanz des Steines beeinträchtigen.

Die Kosten für die Herstellung sind abhängig von der Größe des Steins, belaufen sich aber auf Grund des sehr aufwendigen Verfahrens auch bei kleineren Diamanten bereits auf einige tausend Euro.

Eine in Deutschland zwingend notwendige Voraussetzung für die Verwendung der Asche zur Diamanterstellung ist der entsprechende Wunsch des Verstorbenen. Alternativ zu den Rückständen aus der Einäscherung kann auch geeigneter externer Kohlenstoff verwandt werden.
Zudem besteht in Deutschland ein Bestattungszwang, so dass für die Diamantbestattung Anbieter aus dem Ausland, zum Beispiel der Schweiz, herangezogen werden.

Eine weitere interessante Möglichkeit ist die Erstellung eines Diamanten aus geeigneten Zellen lebender Personen. Hierfür kann eine geeignete Menge an Haaren genutzt werden, die dann bereits zu Lebzeiten zu einem Erinnerungsstück veredelt werden.

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Seebestattung http://www.bestattung.com/2013/seebestattung-6.html http://www.bestattung.com/2013/seebestattung-6.html#comments Wed, 30 Jan 2013 16:04:35 +0000 redaktion http://www.bestattung.com/?p=6 Kranz © Nordreisender - Fotolia.comBei einer Seebestattung handelt es sich um eine Beisetzung Verstorbener auf hoher See. Diese Bestattungsform geht ursprünglich auf die Notwendigkeit zurück, die sterblichen Überreste See Verstorbener angemessen zu bestatten, auch wenn kein Land erreichbar war. Mangels Kühlung waren die Toten nicht an Bord zu behalten, bis Land erreicht wurde und der Seuchengefahr musste dringend vorgebeugt werden.

 

Geschichtliche Entwicklung und historische Hintergründe der Seebestattung

So ist es bis heute bei Seefahrern gang und gäbe, sich auf See beisetzen zu lassen, auch wenn diese an Land verstarben. Seit 1934 ist es für jedermann in Deutschland möglich, sich auf See beisetzen zu lassen anstelle einer Friedhofsbeisetzung. Zeitgleich entwickelte sich ein Trend zu mehr Einäscherungen anstelle von Erdbestattungen. Das Übergeben der Asche auf hoher See ist die derzeit üblichste Form der Seebestattung.

Verlauf einer Seebestattung

Der Körper des Toten wird in einem Krematorium mit dazugehörender Trauerfeier bei höchsten Temperaturen verbrannt. Die geringe Menge der sterblichen Überreste, die nach einer Einäscherung anfallen, werden in eine sogenannte Seeurne gefüllt. Anders als andere Urnen ist die Seeurne aus auflösbarem Material. Ferner wird ihr Kies, Sand oder Wasser beigefügt, damit die Urne schnell zu Boden sinkt. Die Gabe von Kränzen oder mit Schleifen verzierten Blumengebinden ist nicht erlaubt. Aus diesem Grund verwenden Trauernde gern einzelne Blumen, um den Toten die letzte Ehre angedeihen zu lassen.

Das Schiff, von dem aus die Seebestattung stattfinden wird, verlässt nun wahlweise mit oder ohne die Trauergemeinde den Hafen und läuft bis in die Dreimeilenzone. Hier endet das Hoheitsrecht eines jeden Landes und über sogenanntem „Rauhen Grund“ wird die Urne zu Wasser gelassen. Dem Ernst der Situation wird die Besatzung des Schiffes gerecht, indem sie sich in Marineuniform kleidet. Der Kapitän wird eine kurze Trauerrede halten, und danach die Urne an einem Schiffstau (Tampen) zu Wasser gelassen. Nach der Beisetzung der Urne wird die genaue Lage in das Logbuch eingetragen und das Schiff umrundet die Stelle einmal (Ehrenrunde). Die Verabschiedung mit drei Signaltönen von dem Ort stellt das Ende der Seebestattung dar.

Gesetzliche Vorschriften

Eine Seebestattung steht jedem zu, der sein Tagwerk auf See verrichtet hat. Auch wer nie auf See arbeitete, sich aber mit dem Meer auf besondere Art verbunden fühlt, kann auf See bestattet werden. Meist reicht es aus, wenn die Hinterbliebenen den Wunsch des Verstorbenen den entsprechenden Behörden mitteilen. Sicherer ist es, noch zu Lebzeiten, eine Bestattungsverfügung zu verfassen. Außer in manchen Bundesländern, die eine Erdbestattung zwingend vorsehen, sollte einer Seebestattung dann nichts im Wege stehen.

Kosten und Folgekosten

Eine Seebestattung kann so teuer werden, wie eine Erdbestattung. Folgekosten, wie Grabpflege und dergleichen entfallen jedoch. Andererseits bleibt den Hinterbliebenen kein Ort zum Trauern. Der Tote ist nicht mehr erreichbar, kein Stein schmückt sein Grab.

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Zur Ruhe Bestattungen GmbH – 38106 Braunschweig http://www.bestattung.com/2012/zur-ruhe-bestattungen-gmbh-38106-braunschweig-23903.html http://www.bestattung.com/2012/zur-ruhe-bestattungen-gmbh-38106-braunschweig-23903.html#comments Wed, 04 Jul 2012 23:00:00 +0000 redaktion http://www.bestattung.com/2012/zur-ruhe-bestattungen-gmbh-38106-braunschweig-23903.html Kontaktinformationen
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