Sterbehilfe in Europa

Euthanasie
Sterbehilfe 005, Foto: Gerd Altmann/Anja Wichmann / pixelio.de

Sterbehilfe, auch Euthanasie genannt, ist eine Handlung, bei der mit Hilfe und Unterstützung der Übergang vom Leben zum Tod erreicht wird. Dies kann aktiv sowie passiv durchgeführt werden. Aktive Sterbehilfe führt durch bewusstes Handeln, z.B. das Verabreichen einer tödlich wirkenden Substanz, den Tod herbei . Die passive Vorgehensweise ist das Unterlassen von lebensverlängernden Maßnahmen wie z.B. die künstliche Beatmung. Zudem gibt es eine Zwischenform, die indirekte Sterbehilfe. Hierbei steht bei Schwerkranken die Leidenslinderung im Vordergrund, wodurch eine Lebensverkürzung in Kauf genommen wird. Darunter fällt z.B. eine vom Arzt verabreichte steigende Dosis an Morphin mit dem Bewusstsein, dass als Folge eine Lebensverkürzung eintreten kann.

Aktive Sterbehilfe in Europa

Sterbehilfe ist in Europa nicht einheitlich geregelt. Aktuell ist in den meisten europäischen Ländern die aktive Sterbehilfe verboten und strafbar. Lediglich die Länder Belgien, den Niederlanden und Luxemburg haben die aktive Sterbehilfe legalisiert. Staaten wie Griechenland und Großbritannien setzen aktive Sterbehilfe sogar mit Mord gleich.

Passive Sterbehilfe in Europa

Die passive Sterbehilfe wird in einem großen Teil Europas angewandt, auch wenn es rechtliche Unklarheiten gibt. In Deutschland, Frankreich, Irland, Österreich und Slowenien ist passive Sterbehilfe nur legal, wenn eine Willensäußerung des Patienten oder eine gültige Patientenverfügung vorliegt. Ausdrücklich verboten ist die passive Sterbehilfe in Polen.

Indirekte Sterbehilfe in Europa

Bei der indirekten Sterbehilfe verhält es sich ähnlich wie bei passiven Sterbehilfe. Sie wird in nahezu ganz Europa angewandt mit Ausnahme von Polen. Willensäußerungen der Patienten bzw. gültige Patientenverfügungen müssen in einigen Ländern jedoch vorhanden sein.