Der juedische Friedhof in Berlin

Synagoge Oranienburger Straße Berlin
Neue Synagoge, Foto: Helga Ewert / pixelio.de

Es gibt in Berlin vier erhaltene jüdische Friedhöfe. Allerdings wird nur noch auf dem jüdischen Friedhof Weißensee und dem Waldfriedhof Heerstraße beigesetzt. Der Friedhof „Große Hamburger Straße“ und „Schönhauser Allee“ sind seit Ende 1945 geschlossen.

Im Jahre 1953 erfolgte die Spaltung der Jüdischen Gemeinde in eine Ost- und eine West-Gemeinde. Für die Westgemeinde wurde in der Nähe des Grunewalds der Waldfriedhof Heerstraße angelegt und im November 1955 eingeweiht. Im Jahre 1960 wurde hier ein Gedenkstein für die durch den Holocaust ermordeten Juden errichtet. Dieses Mahnmal besteht zu Teilen aus der zerstörten Synagoge in der Fasanenstraße. Die Inschrift lautet: „Denen, die unter der Herrschaft des Unmenschen ihr Leben lassen mussten zum ewigen Gedächtnis- 1933-1945. Im Jahre 1984 wurde am Mahnmal eine Urne mit Asche aus Auschwitz beigesetzt. Auch private Überlebende haben hier Gedenksteine für ihre ermordeten Angehörigen errichtet.

Gräber einiger bekannter Persönlichkeiten

Heinz Galinski, 1912-1992, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde von 1949 – 1992. Seinem energischen Wirken ist es zu verdanken, dass der Wiederaufbau der Jüdischen Gemeinde in Berlin möglich war. Leider wurde im Jahre 1998 sein Grab durch einen Sprengstoffanschlag geschändet. Der oder die Täter konnten nie ermittelt werden. Die Inschrift seines Grabsteins lautet: „Er widmete sein Leben in Treue dem Dienst der Gemeinschaft“.

Ernst Deutsch, 1890-1969, war einer der bedeutendsten deutschen Schauspieler, unvergessen ist u.a. die Darstellung der Titelrolle in „Nathan der Weise“ von Lessing.

Hans Rosenthal, 1925-1987, bekannter und beliebter Showmaster im Fernsehen und RIAS Berlin. Er überlebte den Nationalsozialismus in einem Versteck.