Erdbestattung

Frau auf Beerdigung mit Sarg © Kzenon - Fotolia.comDie Erdbestattung bezeichnet das Begräbnis eines Leichnams in einem Grab unter der Erde. In der Regel steht die Bestattung mit einem religiösen Ritual im Zusammenhang, welches sich aus früheren Zeiten des Judentums, Christentums sowie des Islams entwickelt hat.
Die Erdbestattung hingegen war und ist die gängige Form von Bestattungen bei Christen. Eine Reihenfolge von gesetzlichen Bestimmungen und Gesetzen schreibt vor wie in Deutschland eine Bestattung zu erfolgen hat. Hierbei spielen das jeweilige Bestattungsgesetz, Friedhofsgesetze- oder verodnungen sowie Leichnahmeverordnungen eine wichtige Rolle

Ablauf einer Erdbestattung

Die Erdbestattung kann man auch als letzten „Trauerzug“ zum Grab bezeichnen. Hierbei wird den Verwandten, Freunden und Angehörigen der Trauergemeinde die Gelegenheit gegeben sich das letzte Mal von den sterblichen Überresten der toten Person zu verabschieden und um ihn diese Person zu trauern.
In der Regel findet vorher ein „kleiner Trauergottesdienst“ zum Andenken an die verstorbene Person statt, wobei der Geistliche (z.B. Pfarrer) mit der Trauergemeinde, in Form von Gebeten, letzten Erinnerungen an den Toten, Liedern etc., um die verstorbene Person trauert und von ihm Abschied nimmt. Anschließend geht der Trauerzug am Grab des Toten vorbei, wobei der Pfarrer vornweg mit einem Kreuz in der Hand geht.
Nach diesem „letzten Weg“ wird das Grab in das Erdreich eingebettet.

Weitere Formen von Bestattungen

Auser der Erdbestattung gibt es in Deutschland noch andere Möglichkeiten der Bestattung. Einer sehr weit verbreitete Methode ist neben der Erdbestattung auch die Feuerbestattung . Hierbei wird der Leichnahm in einem Krematorium verbrannt und in die Überreste in einer Urne aufbewahrt. Diese Urne mit den Überresten (Asche) wird dann wie bei der Erdbestattung in den Boden auf dem Friedhofsgelände eingelassen. Weiterhin gibts es die See-, Baum-, und Luftbestattung bei denen auch jeweils die verstorbene Person im Krematorium verbennt werden muss. Die Feuerbestattung hat gegenüber der Erdbestattung den Vorteil eventuell um einiges günstiger zu sein, da ein Urnengrab meist nicht derart teuer ist wie eine Erdgrab.
Weitere Bestattungsmöglichkeiten sind die Luftbestattung, die Körperspende und die Gruftbestattung, welche aber eher selten vorkommen.

Gestzliche Bestimmungen und Kosten einer Erdbestattung

In Deutschland gibt es eine Reihe von gesetzlichen Bestimmungen und hygienischen Vorschriften, die vorgeben, wie eine Bestattung zu erfolgen hat. Hierbei wird das Bestattungswesen durch Landesbestimmungen geregelt (z.B. Bestattungsgesetz Baden Würtemberg oder Bestattungsgesetz Hessen etc.). Weiterhin gibt es gewisse Friedhofsgesetze- und verodnungen sowie Leichenverodnungen, welche entweder von der Kommune oder der Friedhofsgemeinde umgesetzt werden. die Prozesse einer Bestattung können sich in den verschiedenen Bundesländern unterscheiden. Jedoch gilt allgemein in Deutschland, dass eine Erdbestattung frühestens 48 Stunden nach dem Tod und spätestens 8 Tage nach dem Tod erfolgen muss.

Eine ordnungsgemäße Erdbestattung kann je nach Wunsch und Ansprüchen des Toten oder der Angehörigen etwa 1.800 Euro bis weit über die 10.000 Euro kosten.