Was passiert mit unbrennbaren Resten bei Feuerbestattungen?

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Feuerbestattungen sind nach wie vor beliebt. Diese Bestattungsart ist zumeist preiswerter als andere Bestattungsformen, wie der Erdbestattung. Doch obwohl die speziellen Öfen der Krematorien mit Temperaturen von 900-1000 °C auf die Verbrennung optimiert sind, bleibt häufig nicht nur Asche zurück, denn der Mensch bekommt im Laufe seines Lebens mehrere nichtorganische Ersatzteile implantiert.

Da für Feuerbestattungen besondere Regeln gelten, wird ein Leichnam bei dieser Bestattung besonders gründlich begutachtet, den eine spätere Exhumierung ist nicht möglich. Bei der Leichenschau wird auch ein eventueller Herzschruttmacher entfernt, denn die Batterien des Gerätes stellen bei der Verbrennung eine Explosionsgefahr dar.

Weitere Implantate, etwa Gelenkimplantate die meist aus Titan sind, überstehen den ungefähr 90-minütigen Verbrennungsvorgang sehr unbeschadet. Diese Teile werden nach der Verbrennung zunächst gesammelt und später eingeschmolzen.

Der Sarg stellt hingegen kein Problem dar, denn für dieser darf nicht mit metallischen Teilen wie Nägeln oder Griffen hergestellt werden.

Für einen Gegenstand, der dem Leichnam vor der Verbrennung mitgegeben wird ist allerdings die unversehrtheit auch nach der Verbrennung beabsichtigt. Der sogenannte Schamottestein läßt durch seine geprägte Nummer eine eindeutige Zuordnung der Asche zu.