Erzbischof Georg Sterzinsky kritisiert anonyme Bestattungen

Der Berliner Erzbischof Georg Sterzinsky kritisiert den Trend zu anonymen Bestattungen. Ein persönliches Grab sei wie ein Menschenrecht, sagte Sterzinsky am Samstag im RBB-Hörfunk.
Dies sei gültig “zumindest in einer Gesellschaft, in der ein Hund oder eine Katze einen Grabstein bekommen kann”.

Nach seiner Erfahrung wählten ältere Menschen immer häufiger eine anonyme Bestattung, um den eigenen Kindern nicht zur Last zu fallen. Christliche Überzeugung sei es, “dass der Mensch eine bleibende Würde hat, über den Tod hinaus”.

Sterninsky wird in seinem Interview die Meldungen über den Wandel der Trauerkultur und der Tatsache dass immer mehr ananoyme Bestattung vorgenommen werden im Sinn gehabt haben. Dies hat auch der Beauftragte der Evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung Magdeburg, Albrecht Steinhäuser, festgestellt.

Laut einer Infratest-Umfrage wünscht sich lediglich jeder zweite Befragte eine der traditionellen Bestattungsformen ( Erd- und Urnengrab ). Zunehmend tendieren Menschen zu moderneren Formen, wie beispielsweise der Baumbestattung außerhalb von Friedhöfen.

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